Das in der Schweiz ansässige Konsortium Crypto Valley Venture Capital (CV VC) hat ein Blockchain-Inkubator mit einem Ziel von 100 Millionen US-Dollar ins Leben gerufen

 

21.09.2018

 

CV VC hat angeblich seinen ersten Inkubator namens “Genesis Hub” im Kanton Zug, auch bekannt als Crypto Valley der Schweiz, gestartet. Die Crypto Valley Association wurde im März 2017 als von der Regierung unterstütztes Konsortium mit dem Ziel gegründet, “die Entwicklung von Blockchain- und kryptografischen Technologien und Unternehmen zu unterstützen”.

Momentan umfasst der Inkubator 20 Blockchain-Startups, obwohl geplant ist, pro Jahr 60 neue Unternehmen zu finanzieren. Im Rahmen der Initiative werden die zugelassenen Start-ups das dreimonatige Kickstart-Programm von CV VC mit einem Startkapital von 125.000 USD abschließen, während die vielversprechendsten Projekte eine spätere Finanzierung erhalten werden. Darüber hinaus erhalten Startups Unterstützung und Mentoring von den Technologieberatern des Konsortiums.

Das langfristige Ziel des Unternehmens ist Berichten zufolge, jedes Jahr Türen für 1.000 Blockchain-Unternehmen auf der ganzen Welt zu öffnen. Als Gegenleistung für die finanzielle Unterstützung von CV VC müssen Startups in Form von Aktien oder digitalen Tokens eine Beteiligung von bis zu 8 Prozent an ihrem Geschäft erwerben.

Die ehrgeizigen Pläne von CV VC beinhalten auch die Gründung ähnlicher Inkubatoren in anderen Ländern und die Entwicklung eines globalen Netzwerks in den kommenden Jahren. CV VC-Mitbegründer Mathias Ruch sagte, dass “Blockchain-Technologie ein globales Phänomen ist, also können wir überall auf der Welt expandieren.”

Darüber hinaus ist Ruch überzeugt, dass Initial Coin Offerings (ICOs) zusammen mit Initial Public Offerings (IPOs) die Schaffung eines neuen Finanzierungsmodells für neue Unternehmen ermöglichen werden. Vasiliy Suvorov, CV VC-Berater und Vizepräsident der Crypto Valley Association, unterstützte diese Vision und sagte:

ICOs werden weiterhin ein nützlicher Mechanismus sein, aber sie werden nicht länger der Kern der Blockchain-Wirtschaft sein. Wir hatten den ganzen Hype um ICOs, und jetzt brauchen wir ein Modell, das all diese großartigen technologischen Ideen aufnimmt und sie in die Realwirtschaft bringt.

Die Schweiz wurde laut einer Umfrage, die von Analysten im Zusammenhang mit der Crypto Finance Conference im Juli durchgeführt wurde, als zweitgünstigstes Land für ICOs eingestuft. Die Untersuchung basierte auf den öffentlich zugänglichen Daten der Top 100 ICOs nach Ländern in Bezug auf die gesammelten Mittel und ordnete sie nach der Anzahl der gestarteten Projekte ein.